Dienstag, 10. November 2015
#6 Error
Alles wirkt normal, ich befinde mich in einem Raum ähnlich einer Umkleidekabine und habe gerade meine Tasche abgeschultert ehe ich mich auf die Bank setzte.
Eine Mitschülerin mit welcher ich mich in Notsituationen alias meinen üblichen Krankheitsepisoden austausche kommt ebenfalls herein. Schwungvoll nimmt sie ebenfalls platz, dabei trifft mich etwas schweres.
Zeitlupenartig verschwimmt alles und ich falle zwar weich aber ich falle.
Der Rest geht klischeehaft weiter mit dem Fragen was den passiert sei und meinem langsamen wiedererwachen, jedoch nach dem Blicken in purem Weiß in der Realität.
Leise plätschert eine mir unbekannte Melodie aus dem Radio dahin, ruhige Töne eines Klaviers wo wenige Streicher einsetzen. Friedlich und entspannend gleich dem flüstern eines Baches in der Natur.
Ich träume selten normalerweise, wenn dann kann ich diese nicht einordnen oder es sind wirre Szenen, verzerrte Geräusche und seltsame Sinnesaspekte meinerseits.
Es beunruhigt mich etwas, ich sollte dringend wieder zeichnen, die Dinge auf Papier bannen damit sie mich in Frieden lassen vielleicht aber auch schreiben um sie in vor Beschreibungen triefenden Sätzen ausleben zu lassen.
Das dieser tief vergrabene Detail wieder durch kommt...Crossdressen läßt grüßen den die Person die dort zusammenbrach war ein Junger Mann.
[...]

-Sai



Montag, 9. November 2015
#3 Error
Da ist eine Stadt genau wie ich sie gerne während langweiligen Unterrichtstunden skizziere, monoton grau und vollkommen zerstört.
Inmitten ich verzweifelt durch dunkle verwinkelte Gassen wanderte, mit grässlich roten Wunden auf zerschnittenen Armen.
Drei Gedanken:
I. Das schöne Blut geht verloren, welch verschwendung
II. Verdammt, wie soll ich so nur Violine spielen?
III. Wie soll ich so nur Arbeiten schreiben?


Ein Crescendo weckt mich um 6:54.
Müssen Erinnerungen mich nachts heimsuchen? Zugegeben es ist sogar logisch das ausgerechnet das wieder zu Tage kommt.
Seit Tagen werde ich den Schmerz in den Armen nicht los, vorallem Nachts weckt er mich manchmal.
Unangenehm, verdammt unangenehm.
Als wäre dies ein Vorbote zwinge ich mich miserabel gelaunt aus den warmen Lacken meines Zwei-personen Bettes. Seit 5:00 tönte die klassische Musik aus meinen Wecker, ansich nichts besonderes, trotzdem fehlte mir die Zeit da in einer Stunde ich mich bereits in den räumlichkeiten der Schule befinden sollte.
Wo es dann auch nicht besser wurde, mit schrecklichen Schmerzen und einsätzenden Krämpfen Acht Stunden und zwei Arbeiten überlebt.
Bei letzteren war es eher ein durchmogeln und Improvisieren- wie üblich bei Arbeiten in höheren Stufen.
Ich bin müde und kaputt, neben mir liegen noch Violinennoten die ich kaum angerührt habe für morgen. Eine Arbeit für mich wird dort warten verbunden mir Hausaufgaben.
Ohje...ich habe noch viel zu tun, bedauerlich.

-Sai



# Error²
Vorab ich habe kein Talent mich vorzustellen, einfach da ich eine Person bin die so Gegensätztig ist das es andere nur verwirrt. Jedoch glaube ich so einen recht guten Ansatz gefunden zu haben um mein Wesen näher zu bringen.
Kay~

Ich bin der Idiot von neben an der seine unliebsamen Nachbar mit einer Mischung aus Metal ,Punk, Gothic und Klassik verwirrt.
Der alles liebt was aus einem anderen Jahrhundert sein könnte und schon mal mit einem leichten Rüschenhemd das Haus verlässt.
Der sich für "pornographische Bilder" alias in der Wirklichkeit Mangas mit teils homoerotischen Inhalten begeistern kann aber auch Klassische Literatur nicht ablehnt.
Der welcher ein reiner Narzisst sein kann aber auch gleichzeitig sich selbst nicht schont um anderen etwas zu erleichtern oder ungeheur selbstzerstörerisch ist.
Der so unmusikalischer als ein Apfel ist aber trotz allem Violine spielt und die Musik vergöttert.
[...]
Ich glaube das sollte mich einigermaßen beschreiben.

-Sai



Montag, 1. Juni 2015
Über angebliche(?) Talentlosigkeit
Beim Gesangsunterricht:
"Dein musikalisches Gehör ist kaum vorhanden"
"Hast du schon überlegt das viele auf meiner Warteliste stehen und, sollte es gar nicht voran gehen es wohl besser wäre das du gehst, es warten viele Talente darauf gefördert zu werden "
"Ich meine es wäre doch nur sinnvoll"
"Es geht ja überhaupt nicht voran"

Wissen sie, Frau Lehrerin, es ist so das ich jeden Montag zu ihnen gehe um es zu lernen.
Es ist so, dass ich daran arbeite, zuhause übe.
Es ist so, dass ich extra ein Keyboard kaufen ließ um es zu lernen.
Es ist so, dass ich selbst mit Erkältung in Prüfungsphasen mich zu ihnen quälte.
Es ist so, dass ich als Perfektionist alles tue um es zu lernen.

Warum wundern sie sich heute, dass ich wenig begeistert wirke, kaum spreche und meinen Sinn für Humor verloren habe. Es ist nicht so als würde ich es nicht lernen wollen, als wären meine Fortschritte nicht emens...aber nein...ich soll gehen.

Es ist ein wahrlich wunderbares Gefühl wenn einem mitgeteilt wird das mann überflüssig ist und Zeit wegnimmt die man mit jemand besseres nutzen könnte.
Trete auf den Perfektionisten ein und lass ihn in etwas hineinsteigern was sicher nicht gesund ist. Lass die Hassliebe zur Musik nur wachsen, sodass nicht mal meine Alben die Gedanken zur Ruhe kommen lassen sondern mich daran erinnern das ich auf ganzer Linie versagte. Lass nur meine Panik wachsen vor anderen singen zu müssen da ich mir keine Fehler erlauben kann.

-Sai